Die krumme Wirbelsäule

«Die Skoliose, eine Wachstumsdeformität, die meistens während der Jugend entsteht.»

Janine Thöni

Betrachtet man einen Rücken von hinten und nimmt man dabei die Wirbelsäule nicht als gerade, sondern mit einer seitlichen Krümmung als SForm wahr, spricht man von einer Skoliose: Unterschieden wird zwischen der so genannten echten oder strukturellen Skoliose und der skoliotischen Fehlhaltung, der sogenannten funktionellen Skoliose. Letztere kann mit Muskelgymnastik oder der Beseitigung der primären Ursache behoben werden. Ein Beispiel einer primären Ursache ist ein Beinlängenunterschied, den der Patient durch ein ständiges ZurSeiteNeigen ausgleicht, um seine Körperposition aufrecht zu erhalten. Dabei wird die Lendenwirbelsäule seitlich gekrümmt. Gleicht man diese Beinlängendifferenz beispielsweise mit einer Schuherhöhung aus, wird die Krümmung begradigt. Eine echte Skoliose ist eine dauerhafte seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, die der Patient weder mit eigener Kraft noch mit einem Korsett ausgleichen kann. Erst ab einer seitlichen Verkrümmung von zehn Grad spricht man von einer Skoliose. Oft ist dabei die Wirbelsäule auch verdreht.

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